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Wenn sich Corona über Wasser verbreitet

Die Köln-Liebhaberin und Karnevalistin Anke Schulte-Epe legt ihren Debütroman vor.

Erschienen in: Kölner Stadt-Anzeiger (Ausgabe vom 23. März 2021)
Titel: Wenn sich Corona über Wasser verbreitet
Autor: Norbert Ramme

Ihr gerade frisch erschienener der Debütroman „Unfassbar. Angelspiel des Lebens“, eine Liebesgeschichte in Zeiten der Corona Pandemie, spielt in München. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf und dennoch bezeichnet Anke Schulte- Epe (55) Köln als ihre absolute Lieblingsstadt.

Autorin Anke Schulte-Epe mit Buch und Mütze auf der Terrasse des Schokoladenmuseums.
Foto: Eduard Bopp

„Hier gibt es so viele Menschen, die man kennt und gern hat“, sagt sie beim Gespräch auf der Terrasse des Schokoladenmuseums. Ich habe hier viele Freunde und ein gut funktionierendes Netzwerk gefunden. „Ich fühle mich dieser Stadt schon lange eng verbunden.“ Eigentlich von Kindheit an.
Geboren und aufgewachsen in Olpe im Sauerland war ihre Familie immer in Richtung Köln orientiert. „Hierhin fuhr man zum Einkaufen und vor allem zum Karneval.“ Ihr Vater spielte Trompete im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Iseringhausen, der auf Einladung des Festkomitees alljährlich am Kölner Rosenmontagszug teilnahm.
„Danach brachte er in seinem Instrumentenkoffer immer reichlich Kamele mit“, erinnert sich Schulte Epe. Seitdem liebt sie den kölschen Fastelovend.
Das hatte sich auch in den 15 Jahren, die sie aus beruflichen Gründen in Nürnberg gelebt hat, nicht geändert. „Wenn in Bayern Skiferien waren, ging es für mich nicht in die Berge, sondern nach Kölle.“

Hier ist sie inzwischen auch im Karneval angekommen und recht aktiv. Sie engagiert sich in der 1. Damengarde Cöln („Die gefiel mir als Frauenverein und wegen der wunderschönen Uniformen“) und wurde bei den Roten Funken gar zum Leutnant der Reserve befördert. „Sie hat uns im Rahmen unserer Auslandstouren bei Kontakten zur Politik unterstützt“, bescheinigt dann auch Funken-Sprecher Günter Ebert.
Seit vier Jahren arbeitet sie nun im NRW- Gesundheitsministerium von Minister Karl-Josef Laumann und wohnt auch in der Landeshauptstadt.
Da kann man im Karneval als Frau doch auf der närrischen Stufenleiter höher hinauf als in Köln, wo die Karriere zu meist beim Funkemariechen („Das war ich nie“) endet.
„Ne, die Venetia im Düsseldorfer Prinzenpaar ist und war für mich nie eine Option. Da feiere ich schon lieber in Köln.“ Lieber Alaaf anstatt Helau.
Allerdings hat der Job in Düsseldorf sich schon auf die Geschichte ihres Buches ausgewirkt.
„Ich wollte kein platten Liebesroman schreiben, sondern die emotionale Komponente mit etwas Ernstem verbinden. Durch meine Arbeit beim Gesundheitsministerium war ich ja auch täglich mit dem Thema Corona konfrontiert.“ So ist sie nah dran am Thema und konnte gut recherchierte Fakten über die Corona Pandemie und die inzwischen zugehörigen Beschränkungen in ihre Geschichte einbauen.

Die spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft in den Jahren 2024 und 2025. „Somit ist es auch ein Stück Science-Fiction“, erklärt Schulte-Epe. „Als ich das Buch geschrieben habe, war von Mutationen des COVID-19 Virus noch keine Rede. Ich habe einfach mal drauf los fantasiert, was alles noch passieren könnte.“ In ihrer Fiktion wird das mutierte Virus wasserresistent und somit auch über das Trinkwasser übertragen.
Im Mittelpunkt ihres Buches stehen Charlotte – Anfang 40, verheiratet und auf einem Bauernhof bei München lebend – und Familienvater Maximilian, der als Fußballmanager ein aufregendes Leben in der Öffentlichkeit führt. Magisch angezogen von dessen sympathischen Art und seiner unvergleichlichen Ausstrahlung gibt sich Charlotte der Liebe hin. Erst später erfährt sie, dass diese Liebe von einer Krankheit überschattet wird. Maximilian hat Leukämie, er glaubt bald zu sterben, ist verzweifelt und stellt sein Leben infrage.
Autorin Schulte-Epe bringt dem Leser ihre Romanfiguren jeweils in einzelnen Kapiteln und in einer Ich-Erzählung nahe. „Das ist das Besondere an meinem Buch“, sagt sie. „Damit ist der Leser nah dran an der Geschichte, nah an den Protagonisten, an den Geschehnissen und den Gefühlen. Das erzeugt eine gewisse Poesie.“
Gut ein Jahr hat sie an der Geschichte geschrieben. „Aufgrund meines Fulltime-Jobs beim Ministerium zumeist nur nachts, oft bis drei oder nach vier Uhr, und sonntags. Ich konnte oftmals gar nicht so schnell schreiben, wie mir die Gedanken kamen.
Ich hatte mir vorgenommen, so 60.000 Wörter zu schreiben, es wurden dann mehr als 80.000.“
Aber die Mühen haben sich gelohnt, und jetzt ist ihr Erstling fertig und das macht sie so richtig stolz. Inzwischen sitzt sie bereits schon an ihrem zweiten Buch. „Ich führe die Charaktere weiter. Aber das ist noch ganz am Anfang.“
Norbert Ramme

„Unfassbar. Angelspiel des Lebens“ von Anke Schulte (352 Seiten) ist im Twentysix-Selfpublishing Verlag (Tochterverlag von Rowohlt) erschienen und kostet 12,50 Euro.

www.ankeschulte.de

 

Viele haben am Ende geweint

Anke Schulte-Epe hat einen ersten Corona-Roman herausgebracht

Erschienen in: Kölnische Rundschau (Ausgabe vom 03. März 2021) Titel: Viele haben am Ende geweint

Die Autorin ist Mitglied der 1. Damengarde Coeln 2014. e.V. und Ehren-Funke-Leutenant der Roten Funken. Anke SchulteEpe lebt in Düsseldorf und erzählt in ihrem ersten Buch eine Liebesgeschichte inder CoronaPandemie. Kaja Hempe! sprach mit der 55-Jährigen.

Wie kamen Sie auf die Idee, ein Buch zu schreiben?
Ich habe schon immer gerne geschrieben. In der Schule habe ich immer meine Aufsätze vorlesen müssen, weil die so gut waren. Ich kenne viele Menschen, die ein Buch schreiben wollen und mir hat das Schreiben sehr viel Freude bereitet. Ganz oft habe ich gedacht, das Buch ist fertig und dann doch weitergemacht. Insgesamt habe ich ein Jahr lang jeden Tag, bis auf zwei, geschrieben. Ich war arbeiten, Fahrrad fahren und dann habe ich mich wieder an das Buch gesetzt.

Der Titel lautet „Unfassbar. Angelspiel des Lebens“. Können Sie das kurz erklären.
Der Titel hat sich im Laufe der Zeit geändert. „Unfassbar“ ist so ein großes Wort, daher fand ich es treffend. Außerdem hat es diese Zweideutigkeit, denn auch ein Virus ist unfassbar. Das „Angelspiel des Lebens“ kommt tatsächlich von dem Kinderspiel, bei dem man mit einer kleinen Angel versucht Papp- Fische zu bekommen. Es gibt aber auch andere Dinge wie einen Schuh. Das Leben ist genauso. Mal kriegt man etwas Gutes oder mal bekommt man eben einen alten Schuh.

Wie kamen Sie dazu, einen Roman zu schreiben?
Wir kriegen alle wahnsinnig viel mit von der Pandemie. Unabhängig vom Beruf, denn wir alle beschäftigen uns viele Stunden am Tag damit. Bei dem Kreativprozess hat mir meine 19-jährige Tochter Maxima geholfen. Sie fand die Idee einer Liebesgeschichte toll, aber durch sie hat das Ganze diese Science- Fiktion-Richtung bekommen. Sonst wäre es wahrscheinlich eher ein „Rosamunde-Pilcher- Roman“ geworden.

Sie schreiben von einer nächsten Infektions-Welle der Pandemie im Januar 2024. Könnte den Lesern ihr Roman Angst machen?
Tatsächlich habe ich mit der ersten Welle angefangen zu schreiben und als das Buch am Ende des letzten Jahres aus dem Lektorat zurückkam, gab es die Frage: Was ist mit der zweiten Welle? Die hatte währenddessen begonnen. Die nächste Welle war immer so weit weg und die Aufgabe eines Autors ist es zu fragen: Was wäre wenn? Mit dem Thema treffe ich den Zeitgeist, aber dass wir jetzt vor dem Beginn der dritten Welle stehen, das war mir bei Beginn des Schreibens noch nicht klar. Angst sollen die Leser dadurch aber nicht bekommen.

„Unfassbar. Das Angelspiel des Lebens“ ist ihr erstes Buch. Wie war es, den fertigen Roman in der Hand zu halten?
Es ist einfach toll. Ich habe von vielen gehört, dass sie am Ende des Buches geweint haben. Das ist natürlich schön zu hören, wenn ein Buch diese Emotionen hervorruft. Ich denke die Liebesgeschichte zu Corona-Zeiten ist eine schöne Mischung. Bei Amazon war es in der ersten Woche auch schon vergriffen. Das Cover ist von einer Kölner Agentur und ich bin sehr glücklich damit.

Sie sind sehr mit dem Kölner Karneval verbunden, sind aber in Olpe aufgewachsen und leben jetzt in Düsseldorf. Wie kommt das?
Ich bin in Olpe aufgewachsen, aber die nächste große Stadt ist Köln. Da ist man zum Einkaufen hingefahren. Meine Eltern habenimmerschongerneKarneval gefeiert und mein Vater ist oft beim Rosenmontagszug in einem Musikverein mitgegangen. Als Kinderhaben wir ihn auf den Rosenmontagszügen gesehen und wenn er nach Hause kam, seinen Trompetenkoffer aufmachte, dann lag auf dem roten Samt nicht die Trompete, sondern er war übervoll von bunten Kamelle. Das war sehr schön und Karneval lag mir immer am Herzen. Irgendwann bin ich dann auf die Garde aufmerksam geworden und fand es toll, wie engagiert die Frauen sind. Ich bin immer mit Herzblut dabei. Manchmal war es schon schwierig, wenn ich durch den Feierabendverkehr musste, um zu einem Treffen zu kommen, aber ich habe bei kaum einer Veranstaltung gefehlt. Dass das alles durch Corona nicht möglich war, ist super traurig, aber es hat dennoch so viele schöne alternative Aktionen wie Video- Zooms oder die tolle Foto-Aktion unserer Garde corona-konform gegeben.

Liebe und Tod
Unfassbar. Das Angelspiel des Lebens“ erzählt die Liebesgeschichte von Maximilian und Charlotte. Erst später erfährt Charlotte, dass Maximilianan Leukämie sterben wird. Das Corona-Virus gehört zum Alltag, doch im Januar 2024 nimmt die Pandemie eine neue Dimension an.

Das Virus wird über das Trinkwasser übertragbar. Der Roman ist in allen gängigen Buchläden oder Online zu erhalten. Der Roman ist im Twentysix-Verlag erschienen und kostet 12,50 Euro.
www.ankeschulte.de

 

Eine Zukunft mit Corona

„Unfassbar“ von Anke Schulte-Epe ist eine Liebesgeschichte. Aber auch die Pandemie spielt in dem Buch eine Rolle.

Marc Ingel, Westdeutsche Zeitung (Ausgabe vom 05. März 2021, 6 Uhr): https://www.wz.de/nrw/duesseldorf/autorin-aus-duesseldorf-schreibt-corona-roman_aid-56614313 Titel: Eine Zukunft mit Corona

Bestseller-Autor John Grisham war ja eigentlich Anwalt und hatte eine eigene Kanzlei, bevor er hauptberuflich Autor wurde. Höchstwahrscheinlich war er schon währenddessen als Schriftsteller tätig, stand jeden Morgen um 4 Uhr auf, um ein paar Seiten zu tippen. So ähnlich war das auch bei der Düsseldorferin Anke Schulte-Epe, als sie ihren ersten Roman schrieb. „Aufgrund meines Fulltime-Jobs beim Gesundheitsministerium konnte ich nur nachts schreiben, oft bis 3 oder 4 Uhr. Jede verdammte Nacht. Mehr als ein Jahr lang.“

Aber es hat sich gelohnt, denn jetzt ist ihr Erstling fertig: „Unfassbar. Angelspiel des Lebens“ lautet der Titel. Was ist das für eine Geschichte, die Anke Schulte (sie schrieb den Roman unter ihrem Mädchennamen) nächtelang nicht losließ? „Unfassbar“ erzählt von der Liebe und über den Umgang mit einer Krankheit, für die es keine Hoffnung gibt. Einfühlsam, intensiv und gefühlvoll. Liebe, Sex und Leidenschaft spielen dabei eine Rolle. Und ein Thema, das aktueller kaum sein könnte: die Corona-Pandemie. „Ich wollte die emotionale Komponente mit etwas Ernstem verbinden, und kaum hatte ich angefangen zu schreiben, kam Corona. Da war das naheliegend“, erzählt Schulte. Die Autorin wagt den Blick in die Zukunft und befasst sich mit der spannenden Frage, wie das mit der Mutation des Virus’ Sars-CoV-2 so weitergehen könnte.

Denn durch ihre Arbeit beim Gesundheitsministerium ist sie nah dran am Thema, kann so gut recherchierte Fakten über die Pandemie einflechten und die Geschichte mit einer nicht realen Zukunft abrunden. Anke Schulte, die in der Carlstadt lebt, lässt die Gedanken schweben. „Das Besondere meines Romans ist die Ich-Erzählung. Damit ist der Leser nah dran an der Geschichte, nah an den Protagonisten, an den Geschehnissen und den Gefühlen. Das erzeugt eine gewisse Poesie.“

Zum Inhalt: Im Mittelpunkt stehen Charlotte und Maximilian. Sie begegnet ihm, einem Fußballmanager, der ein aufregendes Leben in der Öffentlichkeit führt. Magisch angezogen verliebt sie sich. Erst später erfährt Charlotte, dass diese Liebe von einer Krankheit überschattet wird. Maximilian hat Leukämie. Er wird sterben und ist verzweifelt.

Dann kommt der 26. Januar 2024. München steht vor dem Ausbruch der nächsten Corona-Welle, mit einer größeren Wucht als alles, was bisher geschah. Das Virus mutiert erneut und die Pandemie nimmt eine unvorstellbare Dimension an. Denn Covid-19 wird wasserresistent und über das Trinkwasser übertragen. Aus dem Nichts. Eine neue Wahrheit. Ein böser Traum.

Die Akteure sind gebeutelt von der Pandemie, stellen sich aber zwangsläufig den neuen Herausforderungen. Corona begleitet durch das Leben. Der Alltag wird wieder von Abendessen zu Hause als Höhepunkt des Tages und Puzzlespielen bestimmt. Und dennoch schwebt dem Leser auf den Seiten des Buches eine diffuse Angst entgegen. Leben und Tod sind ein ungleiches Paar. Liebe und Poesie neben Panik und Schrecken.

Anke Schulte wuchs in Olpe auf und begann schon im Kindesalter erste Geschichten zu schreiben, „es war aber nie so etwas wie ein Roman dabei“, sagt sie. Bis zum vergangenen Jahr. „Ich hatte mir vorgenommen, 60 000 Wörter zu schreiben, es wurden dann 80 000.“ Inzwischen sitzt sie an ihrem zweiten Buch.

Der erste Düsseldorfer Corona-Roman

„Unfassbar“ von Anke Schulte-Epe ist eine Liebesgeschichte. Aber auch die Pandemie spielt in dem Buch eine Rolle.

Marc Ingel (Ausgabe vom 05. März 2021): Rheinische Post. Titel: Der erste Düsseldorfer Corona-Roman

CARLSTADT. Bestseller-Autor John Grisham war ja eigentlich Anwalt und hatte eine eigene Kanzlei, bevor er hauptberuflich Autor wurde. Höchstwahrscheinlich war er schon währenddessen als Schriftsteller tätig, stand jeden Morgen um 4 Uhr auf, um ein paar Seiten zu tippen. Und so ähnlich war das auch bei der Düsseldorferin Anke Schulte- Epe, als sie ihren ersten Roman schrieb. „Aufgrund meines Fulltime- Jobs beim Gesundheitsministerium konnte ich nur nachts schreiben, oft bis 3 oder 4 Uhr. Jede verdammte Nacht. Mehr als ein Jahr lang.“ Aber es hat sich gelohnt, denn jetzt ist ihr Erstling fertig: „Unfassbar. Angelspiel des Lebens“ lautet der Titel. Was ist das für eine Geschichte, die Anke Schulte (sie schrieb den Roman unter ihrem Mädchennamen) nächtelang nicht losließ? „Unfassbar“ erzählt von der Liebe und über den Umgang mit einer Krankheit, für die es keine Hoffnung gibt. Einfühlsam, intensiv und gefühlvoll. 

Anke Schulte-Epe ist durch ihre Arbeit beim Gesundheitsministerium fast täglich mit dem Thema Corona konfrontiert.

Liebe, Sex und Leidenschaft spielen dabei eine Rolle. Und ein Thema, das aktueller kaum sein könnte: die Corona-Pandemie. „Ich wollte die emotionale Komponente mit etwas Ernstem verbinden. Und kaum hatte ich angefangen zu schreiben, kam Corona. Da war das naheliegend“, erzählt Schulte. Die Autorin wagt den Blick in die Zukunft und befasst sich mit der spannenden Frage, wie das mit der Mutation des Virus’ Sars-CoV-2 so weitergehen könnte. Sie schaut über den Tellerrand hinaus.

Denn durch ihre Arbeit beim Gesundheitsministerium ist sie ganz nah dran am Thema, kann so gut recherchierte Fakten über die Corona- Pandemie einflechten und die Geschichte mit einer nicht realen Zukunft abrunden. Anke Schulte, die in der Carlstadt lebt, lässt die Gedanken schweben. „Das Besondere meines Romans ist die Ich-Erzählung. Damit ist der Leser nah dran an der Geschichte, nah an den Protagonisten, an den Geschehnissen und den Gefühlen. Das erzeugt eine gewisse Poesie“, sagt Anke Schulte. Zum Inhalt: Im Mittelpunkt stehen Charlotte und Maximilian. Sie begegnet ihm, einem Fußballmanager, der ein aufregendes Leben in der Öffentlichkeit führt. Magisch angezogen von seiner sympathischen Art und seiner Ausstrahlung verliebt sie sich. Erst später erfährt Charlotte, dass diese Liebe von einer Krankheit überschattet wird. Maximilian hat Leukämie. Er wird sterben. Er ist verzweifelt und stellt sein Leben infrage.

Dann kommt der 26. Januar 2024. München steht vor dem Ausbruch der nächsten Corona-Welle, mit einer größeren Wucht als alles, was bisher geschah. Das Virus mutiert erneut und die Pandemie nimmt eine unvorstellbare Dimension an. Denn Covid-19 wird wasserresistent und über das Trinkwasser übertragen. Aus dem Nichts. Eine neue Wahrheit. Ein böser Traum. Die Akteure sind gebeutelt von der Pandemie, stellen sich aber zwangsläufig den neuen Herausforderungen. Corona begleitet durch das Leben. Der Alltag wird wieder von Abendessen zu Hause als Höhepunkt des Tages und Puzzlespielen bestimmt. Und dennoch schwebt dem Leser auf den Seiten des Buches eine diffuse Angst entgegen. Leben und Tod sind ein ungleiches Paar. Der Roman ist einfühlsam und farbig geschrieben, doch die überall spürbare Angst und die knallharten Fakten sind allgegenwärtig. Liebe und Poesie neben Panik und Schrecken. Anke Schulte wuchs in Olpe auf und begann schon im Kindesalter erste Geschichten zu schreiben, „es war aber nie so etwas wie ein Roman dabei“, sagt sie. Bis zum vergangenen Jahr. „Ich hatte mir vorgenommen, 60.000 Wörter zu schrieben, es wurden dann 80.000.“ Inzwischen sitzt die Autorin bereits an ihrem zweiten Buch.

Wenn das Virus im Trinkwasser ist

Anke Schulte-Epe aus Olpe wagt in ihrem ersten Roman einen Blick in die Zukunft der Corona-Pandemie. Eine Geschichte rund um Liebe, Schicksal und Hoffnung

Verena Hallermann (Ausgabe vom 03. März 2021): Westfalenpost. Titel: Wenn das Virus im Trinkwasser ist

Olpe/Düsseldorf. Schicksal – kaum ein Wort verbindet so viele Emotionen. Hoffnung. Liebe. Leid. Das Meistern unvorhersehbarer Lebensprüfungen. Wenn eine Krankheit den Alltag verändert. Wenn soziale Bindungen verfliegen – wenn ein Virus die Gesellschaft lahmlegt. Fast ist es wie dieses Angelspiel. Wo kindliche Hände versuchen, mit ihrer Magnetschnur die Fische zu erwischen. Vielleicht ein bisschen unbeholfen. Vielleicht ein bisschen ungeduldig. Aber letztlich heißt es: annehmen. Annehmen, was erreichbar ist. Das ist der Gedanke, den Anke Schulte-Epe aus Olpe hatte, als sie den Titel für ihren ersten Roman wählte: „Unfassbar. Angelspiel des Lebens“. Eine Geschichte, die sich um das Schicksal zweier verliebter Menschen dreht. Inmitten der Corona-Pandemie – als das Virus plötzlich mutiert und ins Trinkwasser gelangt.

„Als ich zu schreiben anfing, hat noch niemand über Mutation geredet. Und es ist möglich, dass das Virus theoretisch über das Wasser übertragen wird.“

Anke Schulte-Epe, Autorin

Anke Schulte-Epe freut sich. Die gebürtige Olperin hat ihren ersten Roman fertiggestellt.

Anke Schulte-Epe ist 55 Jahre alt. Sie kommt gebürtig aus Olpe, hat bis zu ihrem zehnten Lebensjahr in Rüblinghausen gelebt, später in Wenden. In dem ehemaligen Café Hundt an der Martinstraße hat sie ihre Ausbildung zur Konditorin abgelegt, war jüngste Konditormeisterin in NRW. Später zieht es sie in die Ferne. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Sie startet eine Beamtenlaufbahn, arbeitet heute beim Arbeits- und Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. „Dadurch bin ich natürlich ganz nah an der Corona- Pandemie dran“, sagt Anke Schulte- Epe. „Und durch die Situation ist mein Arbeitsalltag natürlich sehr voll.“ Dennoch findet die Beamtin noch Zeit zum Schreiben. Allerdings erst nach der Arbeit – und dann oft bis spät in die Nacht. Manchmal findet sich Anke Schulte- Epe morgens um vier Uhr noch am Schreibtisch. „Ich konnte dann einfach nicht mehr aufhören“, erzählt die Mutter einer 19-jährigen Tochter. „Man taucht in die Geschichte ein und hat plötzliche etliche Seiten geschrieben.“ Entstanden ist eine Geschichte, die in der Zukunft spielt. Allerdings gar nicht so weit weg. Es ist das Jahr 2024. Das Corona-Virus beherrscht noch immer die Welt – jedoch anders als zu Beginn der Pandemie gedacht. Das Virus ist mutiert und wird nun über das Trinkwasser verbreitet. Die Welt befindet sich im Ausnahmezustand. Mitten in diesem unfassbaren Chaos begegnen sich Charlotte und Maximilian in München – und verlieben sich ineinander. Es ist keine einfache Basis für eine neue Liebe. Nicht nur wegen der Pandemie – der junge Mann hat Leukämie.

Ob das ein gutes Ende haben kann? Das will die Autorin natürlich nicht verraten. Fakt ist jedenfalls, sie hat viel recherchiert für ihre Geschichte. „Als ich zu schreiben anfing, hat noch niemand über Mutation geredet“, sagt die Düsseldorferin. „Und es ist möglich, dass das Virus theoretisch über das Wasser übertragen wird.“ Sie hat ihren Debütroman aus der Ich-Perspektive erzählt. So kann der Leser in die Gedanken- und Gefühlswelt des jeweiligen Protagonisten eintauchen. Er erlebt, wie Charlotte und Maximilian um ihre Liebe kämpfen. Er erlebt, wie die anderen Charaktere die Situation erleben. Eine eher ungewöhnliche Erzählstruktur. „Das ist eben mein Stil“, sagt Anke Schulte-Epe. „Ich hatte es erst anders versucht zu schreiben. Aber dadurch ist man total nah dran. Wenn man sich drauf einlässt, erreicht man eine ganz besondere Nähe zu den Charakteren.“

Blick in die Zukunft 
Es geht um Nähe, um Gefühle – dennoch ist es kein reiner Liebesroman. Sondern ein Werk, das einen düsteren Blick auf die Zukunft der Corona-Krise wirft. Ein Alltag neben Angst und Schrecken. Das Ergebnis von einem Jahr Arbeit. Anke Schulte-Epe, die ihren Debütroman unter ihrem Mädchennamen im Self-Publishing-Verlag „Twentysix“ veröffentlicht, freut sich, ihr Werk nun endlich in den Händen zu halten. Seit wenigen Tagen ist das Buch „Unfassbar. Angelspiel des Lebens“ erhältlich. Und schon jetzt steht fest: Es wird mindestens ein weiteres Buch geben. „Ich führe die Charaktere im zweiten Teil weiter“, verrät sie. „Aber das ist noch ganz am Anfang. Aber mit der Pandemie geht es dann nicht mehr weiter.“